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Volumenreagibilität - Schlagvolumen-Variation (SVV), Pulsdruck-Variation (PPV))

Die Schlagvolumen-Variation (SVV) und die Pulsdruck-Variation (PPV) liefern Informationen darüber, ob eine Erhöhung der Vorlast auch zu einer Erhöhung des Schlagvolumens führt, vorausgesetzt, der Patient wird kontrolliert beatmet und hat einen regelmäßigen Herzrhythmus.

Die mechanische Beatmung löst Zyklusveränderungen des Blutflusses in der Vena cava, Arteria pulmonalis und der Aorta aus. Bettseitig werden Schwankungen des aortalen Blutflusses durch Schwingungen der Blutdruckkurve (und damit auch Variationen des Schlagvolumens und des Blutdrucks) widergespiegelt. Das Ausmaß der Variationen hängt stark von der Volumenreagibilität des Patienten ab.    

Bei einer kontrollierten Beatmung führt während der frühen Inspiration der Anstieg des intrathorokalen Drucks zu einem Auspressen des pulmonalen Bluts in den linken Ventrikel. Dies resultiert wiederum in einem Anstieg der linksventrikulären Vorlast. Bei volumenreagiblen Patienten hat dies ein erhöhtes Schlagvolumen bzw. einen erhöhten Pulsdruck zur Folge.
Ein Anstieg des intrathorokalen Drucks führt aber auch zu einer Verringerung der rechtsventrikulären Füllung.

Bei einem volumenreagiblen rechten Herzen resultiert dies in einen verminderten Auswurf. Hierdurch nimmt während der späten Inspiration, also einige Herzschläge später, die linksventrikuläre Vorlast ab und folglich auch das Schlagvolumen bzw. der Pulsdruck. Die Schlagvolumen- und Pulsdruck-Variationen können über ein Zeitfenster von 30 Sekunden anhand der folgenden Formel analysiert werden:

SVV PVV formula

Je größer die Variation, desto höher ist die Wahrscheinlichkeit, dass der Patient volumenreagibel ist. Für die korrekte Verwendung der Parameter müssen folgende Voraussetzungen erfüllt sein:

  • Voll kontrollierte mechanische Beatmung mit einem Tidalvolumen von ≥ 8 ml/KG PBW*
  • Sinusrhythmus
  • Artefaktfreie Druckkurven

*PBW - Predicted Body Weight