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Pulmonalvaskulärer Permeabilitätsindex (PVPI)

Bei einem Lungenödem (wie es mithilfe des Extravaskulären Lungenwassers gemessen wurde) ist die nächste wichtige Frage: Was ist die Ursache des Lungenödems?

Im Allgemeinen sind zwei Ursachen für ein Lungenödem zu erwarten:

  • Kardiogenes Lungenödem
    Aufgrund einer intravaskulären Flüssigkeitsüberladung nimmt der hydrostatische Druck zu. Hierdurch kommt es zum Austritt der Flüssigkeiten in den extravaskulären Raum.
  • Permeabilitäts-Lungenödem
    Die vaskuläre Permeabilität wird durch eine, z. B. durch Sepsis verursachte, Entzündungsreaktion erhöht. Dies führt zu einem gesteigerten Austritt von Flüssigkeiten, Elektrolyten und Proteinen vom intravaskulären in den extravaskulären Raum, auch bei einem normalen bis niedrigen intravaskulären Flüssigkeitsstatus und hydrostatischen Druck.

Eine Differentialdiagnose des Lungenödems ist wichtig, da die jeweiligen Therapieansätze völlig unterschiedlich sind. Bei einem kardial bedingten Lungenödem wird eine negative Flüssigkeitsbilanz angestrebt, während bei einem permeabilitätsbedingtem Lungenödem die Bekämpfung der Entzündungsursache im Vordergrund steht. Eine Differentialdiagnose ermöglicht der Pulmonalvaskuläre Permeabilitätsindex (PVPI). Dieser Parameter wird aus dem Verhältnis zwischen Extravaskulärem Lungenwasser (EVLW) und Pulmonalem Blutvolumen (PBV) berechnet. Ein PVPI zwischen 1 und 3 deutet auf ein kardiales Lungenödem, während Werte größer 3 ein permeabilitätsbedingtes Lungenödem vermuten lassen.

Abb. Kardiogenes vs. Permeabilitätslungenödem