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Extravaskulärer Lungenwasser-Index (ELWI)

Ein Lungenödem ist eine Ansammlung von Flüssigkeit im Interstitium des Lungengewebes bzw. in den Alveolen. Dies führt zu einem gestörten Gasaustausch und kann sogar ein Lungenversagen verursachen. Das Ausmaß des Lungenödems kann ganz einfach bettseitig durch eine Messung des Extravaskulären Lungenwasserindex (ELWI) quantifiziert werden.

Die üblichen klinischen Anzeichen für ein Lungenödem (Verschleierungen auf dem Röntgen-Thorax, niedriger Oxygenierungsindex, verminderte Compliance der Lunge) sind unspezifisch und oft erst in einem späteren Stadium verlässlich, wenn das Lungenödem bereits ein lebensbedrohliches Ausmaß erreicht hat.

Im Klinikalltag wird das Ausmaß eines Lungenödems bei Risikopatienten meist durch Interpretation des Röntgen-Thorax eingeschätzt. Diese Methode ist sehr komplex, da der Röntgen-Thorax nur ein schwarz-weißes Dichtebild ist, das alle Bestandteile des Thorax, wie Gasvolumen, Blutvolumen, Pleuraerguss, Knochen, Muskeln, Lungengewebe, Fett, Hautödem und Lungenödem, abbildet.

Das Extravaskuläre Lungenwasser wird indiziert auf das Körper-gewicht in Kilogramm, was den Extravaskulären Lungenwasser-index (ELWI) ergibt. Durch Indizierung auf das normalisierte Körpergewicht (PBW) wird zusätzlich eine Unterschätzung des Lungenwassers bei adipösen Patienten vermieden.

Abb. Röntgenbilder - Darstellung der Schwierigkeit der Beurteilung eines Lungenödems