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Kontraktilität

Die Kontraktilität ist ein weiterer Faktor, der einen Einfluss auf das Herzzeitvolumen hat. Die myokardiale Kontraktilität repräsentiert die Fähigkeit des Herzens, unabhängig vom Einfluss der Vorlast oder Nachlast zu kontrahieren. Substanzen, die einen Anstieg der intrazellulären Kalziumionen während der Kontraktion verursachen, führen darüber zu einer Steigerung der Kontraktilität. Unterschiedliche Konzentrationen an Kalziumionen in der Zelle führen zu einem unterschiedlichen Bindungsgrad zwischen den Aktinfasern (dünne Fasern) und den Myosinfasern (dicke Fasern) des Herzmuskels. 

Eine direkte Bestimmung der kardialen Kontraktilität ist im klinischen Bereich nicht möglich. Daher werden Surrogatparameter zur Bewertung bzw. Schätzung der Kontraktilität verwendet.

Linksventrikuläre Kontraktilität (dPmx)

Anhand der arteriellen Druckkurve können die Druckveränderungen während der Systole analysiert und der Druckanstieg über die Zeit (Geschwindigkeitszunahme) berechnet werden. Je steiler der Kurvenanstieg, desto größer ist die Kontraktilität des linken Ventrikels.

Da die Anstiegssteilheit jedoch auch von der individuellen Compliance der Aorta abhängig ist, sollte der Parameter vor allem im Trendverlauf gesehen und bewertet werden.

Abb. Darstellung eines steilen/flachen Druckanstiegs bei hoher/niedriger Kontraktilität