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Rauchgase - die unterschätzte Gefahr

03.02.2015

Krankenhäuser müssen Beschäftigte vor chirurgischen Rauchgasen nach Stand der aktuellen Technik schützen.

Chirurgische Rauchgase und Aerosole enthalten eine gefährliche Mischung aus Viren, Bakterien sowie chemische und biologische Kontaminationsstoffe und biologisch aktive Bestandteile. Bisher eher stiefmütterlich behandelt, rücken Rauchgase und das damit verbundene Gesundheitsrisiko für das OP-Team zunehmend in den Fokus präventiver Maßnahmen zum Arbeitsschutz. Die Technischen Regeln für Gefahrstoffe in Einrichtungen der medizinischen Versorgung (TRGS 525) in der Fassung vom September 2014 beschreiben nun erstmals die von Rauchgasen ausgehende Gefährdung sowie adäquate Schutzmaßnahmen zur Arbeitnehmerprävention. Der Krankenhausträger als Arbeitgeber sollte zeitnah prüfen, ob seine Fürsorge- und Gefahrverhinderungsmaßnahmen den aktuellen Vorgaben entsprechen. Denn: Folgt der Arbeitgeber den Technischen Regeln nicht, muss er sicherstellen und darlegen können, dass seine eigenen Schutzmaßnahmen mindestens das gleiche Sicherheitsniveau wie diese erreichen, da sonst entsprechende Schutz- oder Untersagungsanordnungen der Behörden zu befürchten sind.

Rauchgase - die unterschätzte Gefahr

Eingeschränkte Sicht auf das OP-Feld, besonders aber die schlechte Luftqualität und die Inhalation von Schadstoffen sind die Risikofaktoren für das OP-Team bei Ultraschall-, HF-, RF- und Laserchirurgie. So ist das OP-Personal je nach chirurgischem Eingriff, zum Beispiel bei der Resektion eines Tumors, bis zu mehreren Stunden dem zum großen Teil aus ultrafeinen Partikeln bestehenden gesundheitsgefährdendem Rauch ausgesetzt. Und das mit Folgen: Die durch die hohe Hitzeeinwirkung entstehenden Rauchgase können Symptome einer akuten Intoxikation wie Kopfschmerzen, Übelkeit, Schwächegefühl, Muskelschwäche sowie Reizungen der Augen und Atemwege verursachen. Darüber hinaus ist eine karzinogene Wirkung bei der Inhalation von Rauchgasen nicht eindeutig auszuschließen.

Chirurgische Rauchgase an der Quelle bekämpfen

Die Technischen Regeln halten eindeutig fest, dass zur Vermeidung bzw. Minimierung der Rauchgasentwicklung geeignete Schutzmaßnahmen zu treffen sind. So sollen grundsätzlich Geräte nach dem aktuellen Stand der Technik eingesetzt werden. Häufig reicht jedoch weder die Leistung des verwendeten Chirurgiesaugers noch die des Laminarflows aus, um die OP-Luft schnell und effektiv von Rauchgasen zu befreien. Zur Gefahrenvermeidung ist es in diesem Fall indiziert, die Gefahrstoffe an der Entstehungsstelle zu erfassen. Die TRGS 525 folgt damit einer Empfehlung der Internationalen Sektion der IVSS für die Verhütung von Arbeitsunfällen und Berufskrankheiten im Gesundheitswesen von 2011, die eine Absaugung chirurgischer Rauchgase direkt an der Quelle empfiehlt, sodass ein Großteil der Schadstoffe das OP-Personal nicht belastet. Die Lösung zur Minimierung der Rauchgase ist die Verwendung von Handstücken mit integrierter Absaugung oder der Einsatz einer getrennten Lokalabsaugung wie zum Beispiel der speziell für die Rauchgasabsaugung entwickelten FUMOVAC 900 von Maquet.

Leistungsstarke Rauchgasabsaugung zum Schutz des OP-Teams

Die leistungsstarke, leicht bedienbare Rauchgasabsaugung FUMOVAC 900 erfüllt alle Schutzmaßnahmen zur quellennahen Gefahrprävention von chirurgischen Rauchgasen und Aerosolen bei Ultraschall-, HF-, RF- und Laserchirurgie. Der vierstufige, in sich komplett verschlossene Hochleistungsfilter schützt das OP-Personal vor ultrafeinen Partikeln und unangenehmen Gerüchen. Über das interaktive LCD-Display sind alle wichtigen Parameter auf einen Blick zu erfassen. Das kompakte Gerät ist für den Dauerbetrieb ausgelegt und lässt sich flexibel und platzsparend im OP integrieren. Mit der FUMOVAC 900 erfüllen Krankenhäuser die in der TRGS 525 geforderten Schutzmaßnahmen der Beschäftigten nach aktuellem Stand der Technik.

FUMOVAC 900

FUMOVAC 900

Quellen:

  • ISSA Sektion für den Arbeitsschutz im Gesundheitswesen: "Chirurgische Rauchgase: Gefährdungen und Schutzmaßnahmen", IVSS 2011
  • Technische Regeln für Gefahrstoffe in Einrichtungen der medizinischen Versorgung (TRGS 525), Ausgabe September 2014