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Hybrid-OP ist auch für Krankenhäuser mittlerer Größe Investition in die Zukunft

23.04.2015

Ein Erfahrungsbericht aus dem Rems-Murr-Klinikum Winnenden

Der Trend ist eindeutig: Immer mehr Krankenhäuser entscheiden sich für den Bau eines Hybrid-OP. Waren es bis vor einigen Jahren vornehmlich große Einrichtungen, die die Kombination aus konventionellen Operationssaal und bildgebendem Großgerät realisierten, so zeigen sich zunehmend auch Krankenhäuser mittlerer Größe wie die Rems-Murr-Kliniken am Standort Winnenden von den Vorteilen überzeugt. Modernste intraoperative Diagnostik- und Therapiemöglichkeiten für die Gefäß-, Trauma- oder Neurochirurgie und die verbesserte Patientenversorgung sind die wesentlichen Argumente für den Hightech-Operationssaal. „Für uns ist der Hybrid-OP fester Bestandteil unseres Konzepts für mehr Qualität durch eine interdisziplinäre medizinische Versorgung“, bestätigt auch Daniel von Bischopinck, technischer Leiter der Rems-Murr-Kliniken, die Entscheidung für den Hybrid-OP. Darüber hinaus liegen die weiteren Vorteile des Hybrid-OPs in seiner größeren Wirtschaftlichkeit durch die Möglichkeiten der interdisziplinären Nutzung. Die neue Technologie ermöglicht dem Krankenhaus der Grund- und Regelversorgung mit 620 Betten vor den Toren Stuttgarts zudem eine eindeutige Positionierung im regionalen Gesundheitsmarkt.

Trend zur interdisziplinären Zusammenarbeit ausschlaggebend 

Das neue Klinikum in Winnenden befand sich bereits in der Bauphase als im Juni 2012 der entscheidende Schritt in Richtung Hybrid-OP erfolgte. „Auslöser für uns war die Feststellung, dass die fachübergreifende Zusammenarbeit einen immer höheren Stellenwert bei der Patientenversorgung erhält“, erklärt von Bischopinck. „Darüber hinaus ist eine moderne medizintechnische Ausstattung, die innovative Therapien ermöglicht entscheidend, um erstklassige Ärzte und medizinisches Personal zu gewinnen und zu binden.“ Nach gründlicher Analyse, der Besichtigung von Best Practise-Beispielen in Krankenhäusern sowie beim Hybrid-OP-Spezialisten Maquet in Rastatt fiel der Entschluss, im Zuge des Neubaus einen Hybrid-OP zu realisieren. Zwei der ursprünglich geplanten OP-Säle wurden aufgrund des größeren Platzbedarfs vom Leiter der Medizintechnik Georg Kronschnabl und einem Team von Fachplanern umgeplant. „Durch die vielfältigen Nutzungsmöglichkeiten ist das Raum- und Funktionskonzept für den Hybrid-OP wesentlich anspruchsvoller als bei einem konventionellen Operationssaal“, erklärt Kronschnabl. Im Gegensatz zum Standard-OP liegt die besondere Herausforderung bei der Umsetzung des Hybrid-OP in seiner Komplexität. Neben Raumabmessung und medizintechnischer Ausstattung müssen weitere zahlreiche planerische und technische Anforderungen wie Lüftungs- und Klimatechnik, Elektroinstallationen und Strahlenschutz berücksichtigt werden. „Die erfolgreiche Zusammenführung der vielen einzelnen Gewerke zu einem funktionierenden Gesamtsystem im Zeitplan und natürlich im Rahmen des Budgets waren die große Herausforderung“, beschreibt Georg Kronschnabl das Projekt, welches von der Planung über die Ausschreibungsphase bis zur Installation in nur 14 Monaten umgesetzt wurde. 

OP-Tisch ist Ausgangspunkt sämtlicher Planung

Magnus OP Tisch von Maquet

Zentrum des Hybrid-OP sind das OP-Tisch-System Magnus von Maquet und die deckengestützte Angiographieanlage Allura FD 20 von Philips. Dem OP-Tisch kommt in diesem Fall bei der medizintechnischen Planung eine besondere Rolle zu: Er dient als Referenzpunkt für sämtliches medizintechnisches Equipment. Die Voraussetzung für das Raumkonzept ist die genaue Analyse der Anwendungsgebiete und der technischen Anforderungen. „Die enge Einbindung der Fachärzte und des OP-Teams besonders in der Planungsphase ist Pflicht, um die Arbeitsabläufe bestmöglich für alle beteiligten Fachdisziplinen abzubilden“, erläutert von Bischopinck. Mit der Wahl des OP-Tisch-Systems Magnus hat sich das Rems-Murr-Klinikum für einen vollwertigen OP-Tisch entschieden. „Der große Vorteil ist, dass der Hybrid-OP mit dem Magnus auch im normalen OP-Programm genutzt werden kann. Das garantiert eine optimale Auslastung des Raumes“, sagt Kronschnabl. „Mit den Tischen der bildgebenden Hersteller ist dies nur eingeschränkt möglich.“

Positive Rückmeldungen bestätigen Projekt

Seit Ende September wird der Hybrid-OP in Winnenden mit sehr guter Resonanz interdisziplinär für die ersten Eingriffe genutzt. Für die meisten Ärzte und das OP-Team ist die Arbeit im Hybrid-OP eine neue Erfahrung, die mit einer entsprechenden Lernphase verbunden ist. Die Tätigkeit erfordert in der Regel bei der Zusammenarbeit der unterschiedlichen Berufsgruppen eine Umstellung vom gewohnten Workflow. Daher wird der Fokus im Rems-Murr-Klinikum in den kommenden Monaten zunächst auf dem Training von Arbeitsabläufen und interdisziplinärem Denken liegen. „Die ersten positiven Rückmeldungen und das rege Interesse an der neuen Technologie bei Ärzten und OP-Team zeigen, dass wir auf dem richtigen Weg sind. Ich rechne damit, dass wir ab Sommer diesen Jahres den Hybrid-OP mit seinen therapeutischen, diagnostischen und auch wirtschaftlichen Möglichkeiten vollständig nutzen können“, sagt Daniel von Bischopinck.

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