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Neural regulierte Beatmungsunterstützung (NAVA®) ist ein neuer Ansatz in der mechanischen Beatmung, der auf der neuralen Regulierung der physiologischen Atmung basiert. Bei NAVA wird die elektrische Aktivität des Zwerchfells/Diaphragmas (Edi) erfasst, an das Beatmungsgerät weitergegeben und zur Unterstützung der Atmung des Patienten synchron mit und im Verhältnis zu den patienteneigenen neuralen Atemanforderungen verwendet, unabhängig von Patientenkategorie oder -größe.

Da die Arbeit von Beatmungsgerät und Zwerchfell vom gleichen Signal aus gesteuert wird, wird die Kopplung zwischen dem Diaphragma und dem SERVO-i ® Beatmungsgerät praktisch simultan synchronisiert.

NAVA ist sowohl für invasive als auch nicht-invasive Beatmung (NIV) erhältlich und gewährleistet so eine effektive Synchronizität von Patient und Beatmungsgerät, unabhängig von der Patienten-Interface (Tubus, Maske oder Helm).

Dieses bewährte Behandlungsverfahren 

NAVA wird weltweit auf Intensivstationen für Neugeborene, Kinder und erwachsene Patienten angewendet. Klinische Nachweise für NAVA wurden in zahlreichen Studien in wissenschaftlichen Fachzeitschriften publiziert und jedes Jahr steigert sich die Anzahl an Publikationen exponentiell.

NAVA und der Atemvorgang

  • Das Atemzentrum des Gehirns sendet ein Signal, welches über den Nervus phrenicus an das Zwerchfell übermittelt wird.
  • Der Edi-Katheter erfasst die elektrische Aktivität zur Inivierung des Zwerchfells.
  • Das SERVO-i Beatmungsgerät nutzt dieses Edi-Signal zur Synchronisation der Beatmung mit der patienteneigenen Atemanforderung.

NIV NAVA

Bei der konventionellen NIV ist eine Undichtigkeit um die Maske ein Hauptgrund für Asynchronizität zwischen Patient und Beatmungsgerät. Dies kann bis zur Erschöpfung des Patienten und zu weiteren Komplikationen führen. Bei Kleinkindern und Neugeborenen kann die konventionelle NIV auch dadurch kompliziert werden, dass die Druck- und Flow-Trigger des Beatmungsgeräts nicht in der Lage sind, schwache Atemanstrengungen des Kindes zuverlässig zu registrieren.

NIV NAVA wird neural reguliert

Die Unterstützung wird an die neuralen Anforderungen angepasst und ungeachtet von Undichtigkeiten in Verbindung mit den Patientenschnittstellen abgegeben. Die Erkennung der Einatem- und Ausatemphase wird nicht durch Undichtigkeiten beeinflusst, und jede Patientenanstrengung – unabhängig von der Wahl des Interfaces – wird gleich effektiv für alle Patienten vom Erwachsenen bis hin zum kleinsten Neugeborenen unterstützt.

Lesen Sie mehr über NAVA in unserem Peer-to-Peer-Forum

Die Critical Care News Website ist ein von Maquet Critical Care betriebenes Forum für Intensivmediziner zum Austausch klinischer Erfahrungen mit NAVA. Die Website ist eine primäre Quelle für Anwenderinformationen über NAVA und NIV NAVA und enthält aktuelle Listen mit klinischen Literaturangaben, Fallberichten über Neugeborene, Kinder und erwachsene Patienten sowie zahlreiche NAVA-Vorträge und Interviews mit Intensivmedizinern über NAVA.

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Immer synchron

Mit der neural regulierten Beatmungsunterstützung (Neurally Adjusted Ventilatory Assist, NAVA®) assistiert das Beatmungsgerät die Atmung proportional zum Patientenbedarf, wobei der Patient und das Beatmungsgerät immer synchron sind. Durch die synchronisierte Beatmungsunterstützung resultieren für den Patienten niedrigere Unterstützungsdrücke und die Vermeidung von verzögerten pneumatischen Inspirations- und Exspirationszeiten, wodurch jede Spontan-Atembemühung auch unterstützt wird. NAVA sorgt für einen problemlosen Übergang zur spontanen Atmung.

Edi – das respiratorische Vitalzeichen

Das Edi-Signal kann als diagnostisches Hilfsmittel zur Überwachung der elektrischen Aktivität des Diaphragmas (Edi) in jeder beliebigen Situation oder Beatmungsart sowie als Monitor nach der Extubation verwendet werden. Dies Signal liefert nützliche Informationen über Atemantrieb, Volumenanforderungen und die Auswirkung der Beatmungseinstellungen.

Entscheidungshilfe im Hinblick auf Intubation oder Extubation

Das Edi-Signal ermöglicht dem Arzt die Einstellung des individuellen Unterstützungsniveaus durch das Beatmungsgerät und die Optimierung der ventilatorischen Entlastung des Patienten. Wurde der PEEP mittels Edi-Signal titriert, so konnte die Atemarbeit des Patienten auf ein Minimum reduziert werden. Bei Besserung des Patientenzustands mit NAVA nimmt die Edi-Amplitude ab, was zu einer Reduktion des vom Beatmungsgerät gelieferten Drucks führt.

Patientenkomfort

Mit NAVA werden die Atemmuskulatur und das Beatmungsgerät über das gleiche Signal gesteuert. Die Synchronität zwischen Patient und Beatmungsgerät trägt zur Minimierung der Unruhe des Patienten bei, fördert die Spontanatmung, sorgt für eine verbesserte Schlafqualität und möglicherweise für einen reduzierten Sedierungsbedarf.

Verringerung der Druckbelastung des Patienten und der Gefahr einer zu starken Unterstützung

Mit Hilfe von NAVA kann eine zu geringe oder zu hohe Unterstützung des Patienten vermieden werden. In einer zunehmenden Anzahl klinischer Studien wurde NAVA mit geringeren Werten von Spitzen-Atemwegsdrücken bestätigt, im Vergleich zu konventioneller mechanischer Beatmung mit Druckunterstützung.

Bei Patientenpopulationen der Neugeborenen- und Kinder-Intensivpflege wurde die Beatmung mit NAVA im Vergleich zu Druckunterstützungsbeatmung mit verbesserter Synchronität von Patient und Beatmungsgerät sowie niedrigerem Spitzen-Atemwegsdruck in Verbindung gebracht.

Bestellungen

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